Stumm schläft der Sänger

Die Sänger des Bergsteigerchores Sebnitz trauern um ihren Sangesfreund

Wilfried Hierlmeier.

1975 kam er, zur Freude des damaligen Chorleiters Ulrich Schult, in unseren Chor. Er hatte eine ausgebildete Baritonstimme und wurde bald Stimmführer im 1. Bass. Gern dachte er an seine Zeit an der Landesbühne und seine Paraderolle als Papageno in Mozarts Vogelhändler.

Wilfrieds zweite Leidenschaft war der Fußball. In seiner Freizeit war er oft als Schiedsrichter unterwegs. Seine heimliche Liebe aber galt der Bühnengestaltung, er wäre gern Bühnenmeister geworden.

Der Chor profitierte davon. Kaum hatte Wilfried im Chor Fuß gefasst, gab es kein Chorkonzert mehr im Saal von Stadt Dresden, wo er nicht mit anderen Sängern eine zum Thema passende Bühnengestaltung entwarf und aufbaute. Später, in der Aula des Gymnasiums und in der Stadthalle lief er zu Höchstform auf und gestaltete mit seiner Truppe wahrhaft opulente Bühnenbilder. Wer es miterlebt hat, spricht heute noch davon: Als bei einem Weihnachtskonzert das Thema „Hänsel und Gretel“ hieß, war Wilfried das aufwändige Bühnenbild nicht genug, er spielte auch noch die Hexe. Sein Outfit und seine Besenritte hätten die russische Baba Jaga erblassen lassen.

„Fahr´ wohl du gold´ne Sonne, du gehst zu deiner Ruh´

und voll von deiner Wonne, geh´n mir die Augen zu.“

Im Namen aller Sänger

Rainer Franke

 

Wilfried

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gegr. 1928

Chor des Sächsischen Bergsteigerbundes

 

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